Baden-Württemberg ist zu Recht stolz auf die Leistungsfähigkeit seiner ländlichen Räume. Die Fraktion Grüne im Landtag will diese Leistungsfähigkeit sichern und weiterentwickeln. "Wir Grüne haben den ländlichen Raum im Blick und wollen im ganzen Land für eine gute Entwicklung sorgen", sagte Edith Sitzmann, Vorsitzende der Fraktion Grüne.
Regionale Wertschöpfung und Wirtschaftskreisläufe sind wichtig für das Land und werden deshalb von den Grünen im Landtag unterstützt. "Wir wollen die touristische Wertschöpfung und die Landwirtschaft stärken und zusammen mit den Akteuren vor Ort nachhaltig weiterentwickeln. Dabei müssen wir die Politikbereiche zusammendenken und nicht auseinander dividieren", sagte die Fraktionschefin.
Baden-Württemberg sei gerade wegen seiner Mischung aus städtischer und ländlicher Struktur in Wirtschaft, Infrastruktur und Kulturlandschaft so attraktiv. Und: "Nur mit einem starken ländlichen Raum lässt sich die Energiewende meistern", sagte Sitzmann.
Politik für den ländlichen Raum dürfe man nicht eindimensional denken, denn der ländliche Raum sei mehr als nur Landwirtschaft: "Gute Lebensverhältnisse in allen Teilen des Landes sind eine Stärke von Baden-Württemberg, deshalb müssen Bildung, Wirtschaftsförderung, ÖPNV und alles andere auch für alle gedacht werden." Deshalb sei das MLR bewusst thematisch so breit aufgestellt worden.
104 Millionen Euro für die landwirtschaftliche Förderung kommen aus Mitteln der Europäischen Union, 51 Millionen Euro zahlt der Bund und das Land trägt 93 Millionen Euro bei. "Die gesamten Ausgaben des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz entsprechen derzeit zwei Prozent des Landeshaushalts", sagte Sitzmann. Schon daraus wird deutlich, dass sich der Landeshaushalt nicht mit Ressortegoismen sanieren lässt. "Die Konsolidierung des Haushalts können wir nur lösen, wenn die Regierungskoalitionen an einem Strang ziehen", sagte Frau Sitzmann mit Blick auf die aktuellen Äußerungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden.
Dass die Rolle der Landwirtschaft weniger wichtig sei, als vor 10 oder 20 Jahren, wies Sitzmann zurück: "Kurze Wege und Qualität bei Nahrungsmitteln spielen heute im Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher einer größere Rolle denn je und sind wichtig für den Klimaschutz", betonte sie. "Deshalb ist jeder Hof für den sich keine Nachfolge findet ein Verlust für Baden-Württemberg, denn die Folge sind industriell erzeugte Lebensmittel", sagte Sitzmann. Zudem habe die Landwirtschaft wichtige Aufgaben in der Pflege der Kulturlandschaft.
(c) Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg

